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Ein geringer Selbstwert kann zur Entstehung und Aufrechterhaltung von psychischen Erkrankungen beitragen. Ebenso können sich psychische Erkrankungen, Stress und Belastungen negativ auf das Selbstwertgefühl auswirken.

 

Ziel der kognitiven Verhaltenstherapie ist es, Denkmuster und Verhaltensweisen, die einem geringen Selbstwert zugrunde liegen, zu modifizieren.

 

Ebenso wird Ihnen in der Therapie geholfen, neue günstige und den Selbstwert steigernde Erfahrungen zu sammeln.

 

Bestimmte Denkfehler (übermäßig selbstkritisches Denken, "Vorurteile gegenüber der eigenen Person") können negativen selbstbezogenen Gedanken zu Grunde liegen. In der Psychotherapie können Sie lernen, solche Denkfehler zu entdecken, sie zu reflektieren und neue Sichtweisen zu gewinnen.

 

Im folgenden finden Sie eine Auflistung von häufigen Denkfehlern:

 

 

Häufige Denkfehler

nach Kühner und Weber (2001)

 

  • Negative Verallgemeinerungen: „Keiner liebt mich", „Nie gelingt mir etwas"

  • Übertreibungen: „Das ist eine Katastrophe", „Das schaffe ich nie"

  • Das Positive ignorieren: Sich nur negative Ereignisse einprägen

  • Pessimismus: „Wahrscheinlich geht eh alles schief"

  • Selbstvorwürfe: „Ich bin schuld", „Ich bin ein Trottel"

  • Eigene Anstrengung nicht würdigen: „Das ging nur gut, weil ich Glück hatte"


Schlüsselfragen für die Suche nach Alternativen zu selbstkritischen Gedanken

(Fennell, 2005)

 

 

Auf welche Beweise stützen sich meine selbstkritischen Gedanken?

 

Verwechsele ich einen bloßen Gedanken mit einer wahren Aussage?

Welche Anhaltspunkte sprechen für meine selbstkritischen Gedanken?

Welche Anhaltspunkte sprechen gegen meine selbstkritischen Gedanken?

 

 

Welche alternativen Sichtweisen gibt es?

 

Gehe ich davon aus, dass meine Sichtweise die einzig mögliche ist?

Welche reale Grundlage haben meine Alternativen?

 

 

Welche Wirkung haben meine selbstkritischen Gedanken?

 

Sind sie mir hilfreich oder stehen sie mir im Weg?

Welche Sichtweise wäre hilfreicher für mich?

 

 

Welche Voreingenommenheiten prägen mein Denken?

 

Ziehe ich vorschnelle Schlussfolgerungen?

Lege ich zweierlei Maß an?

Neige ich zu einem «Alles oder Nichts»-Denken?

Verdamme ich mich grundsätzlich wegen eines einzelnen Vorkommnisses?

Fixiere ich mich auf meine Schwächen und vergesse meine Stärken?

Gebe ich mir die Schuld an Dingen, für die ich gar nicht verantwortlich bin?

Erwarte ich von mir, stets perfekt zu sein?


Was kann ich tun?

 

Wie kann ich eine neue, freundlichere Perspektive praktisch umsetzen?

Könnte ich irgendetwas tun, um die Situation zu verändern?

Oder wenigstens, um mein Denken über die Situation in Zukunft zu verändern?

Mit welchen Experimenten könnte ich ein positiveres Verhalten ausprobieren?

 

 

 

Hilfreiche Fragen zur Steigerung Ihrer Selbstachtung (Fennell, 2005)

 

  • Was gefällt mir an mir?

  • Welche guten Eigenschaften habe ich?

  • Was habe ich im Leben erreicht?

  • Welche Schwierigkeiten bin ich angegangen?

  • Welche Begabungen habe ich?

  • Welche Fähigkeiten habe ich erworben?

  • Was mögen oder schätzen andere an mir?

  • Was schätze ich bei anderen und habe es selbst?

  • Was würde mir an mir gefallen, wenn es zu einer anderen Person gehören würde?

  • Welche kleinen Dinge übersehe ich gerne?

  • Welche schlechten Eigenschaften habe ich nicht?

  • Wie würde jemand, der mich mag, meine Persönlichkeit beschreiben?