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Posttraumatische Belastungsstörung - PTBS

 

Das Hauptmerkmal der posttraumatischen Belastungsstörung ist die Entwicklung charakteristischer Symptome nach der Konfrontation mit einem extrem traumatischen Ereignis.  Das traumatische Ereignis beinhaltet das direkte persönliche Erleben einer Situation, die mit dem Tod oder der Androhung des Todes, einer schweren Verletzung oder einer anderen Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit zu tun hat oder die Beobachtung eines Ereignisses, das mit dem Tod, der Verletzung oder der Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit einer anderen Person zu tun hat oder das Miterleben eines unerwarteten oder gewaltsamen Todes, schweren Leids, oder Androhung des Todes oder einer Verletzung eines Familienmitgliedes oder einer nahestehenden Person. Die Reaktion der Person auf das Ereignis umfasst intensive Angst, Hilflosigkeit oder Entsetzen.  Charakteristische Symptome, die aus der Konfrontation mit der extrem traumatischen Situation resultieren, sind das anhaltende Wiedererleben des traumatischen Ereignisses, andauernde Vermeidung von Reizen, die mit dem Trauma assoziiert sind, und eine Abflachung der allgemeinen Reagibilität  sowie anhaltende Symptome erhöhten Arousals.

 

Das traumatische Ereignis kann auf verschiedene Arten wiedererlebt werden.  Im allgemeinen hat die Person wiederholte und aufdringliche Erinnerungen an das Ereignis oder hat wiederkehrende, quälende Träume, in denen das Erlebnis nachgespielt wird. In Ausnahmefällen erlebt die Person dissoziative Zustände, die von wenigen Sekunden bis zu mehreren Stunden oder Tagen anhalten, während derer sie einzelne Bestandteile des Ereignisses wiedererlebt und sich verhält, als würde sie das Ereignis im Moment erleben. Intensives psychisches Leiden  oder physiologische Reaktionen treten häufig auf, wenn die Person mit Ereignissen konfrontiert wird, die sie an Aspekte des traumatischen Ereignisses erinnern oder die diese symbolisieren

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Die Reize, die mit dem Trauma zu tun haben, werden ständig vermieden.  Die Person versucht im allgemeinen, Gedanken, Gefühle oder Gespräche über das traumatische Ereignis  und Aktivitäten, Situationen oder Personen, die die Erinnerung an das Ereignis wachrufen, absichtlich zu vermeiden. Die Vermeidung des Erinnerns kann die Unfähigkeit mit einschließen, sich an einen wichtigen Aspekt des traumatischen Ereignisses zu erinnern. Verminderte Reaktionsbereitschaft auf die Umwelt, was auch als "psychische Abgestumpftheit" oder "emotionale Anästhesie" bezeichnet wird, setzt üblicherweise sehr bald nach dem traumatischen Erlebnis ein.  Die Person berichtet über deutlich vermindertes Interesse oder verminderte Teilnahme an Aktivitäten, die ihr zuvor Freude bereitet haben, ein Gefühl der Isolierung und Entfremdung von anderen) oder eine deutlich reduzierte Fähigkeit, Gefühle zu empfinden  (vor allem, wenn es Intimität, Zärtlichkeit und Sexualität betrifft). Betroffene Personen haben das Gefühl einer eingeschränkten Zukunft.

 

Die Person zeigt anhaltende Angstsymptome oder Symptome eines erhöhten Arousals, die vor dem Trauma nicht bestanden.  Dies können Symptome sein wie Ein- oder Durchschlafschwierigkeiten, die durch wiederholte Alpträume, in denen das traumatische Erlebnis wiedererlebt wird, hervorgerufen werden können, Hypervigilanz und übertriebene Schreckreaktion. Manche Personen berichten über Reizbarkeit oder Wutausbrüche oder Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren oder Aufgaben zu vollenden.

 

 

Links

 

Posttraumatische Belastungsstörung (Dr. Morschitzky)

 

Posttraumatische Belastungsstörung (Schweizerische Gesellschaft für Verhaltens- und Kognitive Therapie)