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Zwangsstörung

 

Das Hauptmerkmal der Zwangsstörung sind wiederkehrende Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen, die schwer genug sind, um zeitaufwendig zu sein  (sie benötigen mehr als 1 Stunde am Tag)  oder ausgeprägtes Leiden oder deutliche Beeinträchtigungen zu verursachen. Zu irgendeinem Zeitpunkt der Störung hat die Person erkannt, dass die Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen übertrieben oder unbegründet sind.

 

Zwangsgedanken sind anhaltende Ideen, Gedanken, Impulse oder Vorstellungen, die als aufdringlich und unangemessen wahrgenommen werden und ausgeprägte Angst oder Leiden verursachen.  Die aufdringliche und unangemessene Qualität der Zwangsgedanken werden als "ich-dyston" eingeordnet.  Dies heißt, dass die Person den Inhalt der Zwangsgedanken als fremd, nicht ihrer Kontrolle unterliegend und nicht als Gedanken, die sie zu denken erwartet hätte, erlebt.  Die Person kann jedoch erkennen, dass die Zwangsgedanken Produkt ihres eigenen Geistes und nicht von außen auferlegt sind  (wie bei Gedankeneingebung).

 

Die häufigsten Zwangsgedanken sind wiederkehrende Gedanken, sich zu kontaminieren, wiederkehrende Zweifel, das Bedürfnis, Dinge in einer ganz bestimmten Ordnung zu haben, aggressive oder schreckliche Impulse und sexuelle Vorstellungen. Die Gedanken, Impulse oder Vorstellungen sind nicht einfach nur ausgeprägte Sorgen über reale Lebensprobleme und stehen in der Regel nicht mit realen Lebensproblemen in Beziehung.

 

Die Person mit Zwangsgedanken versucht im allgemeinen, die Gedanken oder Impulse zu ignorieren oder zu unterdrücken oder mit anderen Gedanken oder Aktivitäten  (Zwangshandlungen)  zu neutralisieren.

 

Zwangshandlungen sind sich wiederholende Verhaltensweisen oder geistige Handlungen, deren Ziel es ist, Angst oder Unwohlsein zu verhindern oder zu reduzieren und nicht, Wohlbefinden oder Befriedigung hervorzurufen.  In den meisten Fällen fühlt sich die Person gezwungen, die Zwangshandlung auszuführen, um das Unwohlsein, das die Zwangsgedanken begleitet, zu reduzieren oder die befürchteten Ereignisse oder Situationen zu verhindern.  Personen, die durch unerwünschte blasphemische Gedanken belastet werden, können eine Entlastung empfinden, wenn sie für jeden Gedanken hundert Mal bis 10 rückwärts und vorwärts zählen.  Manchmal führen Personen nach idiosynkratisch elaborierten Regeln rigide oder stereotype Handlungen aus, ohne dabei angeben zu können, warum sie dies tun.  Per Definition sind Zwangshandlungen entweder deutlich übertrieben oder stehen in keinem sinnvollen Zusammenhang zu dem, was sie zu neutralisieren oder zu verhindern versuchen.  Die häufigsten Zwangshandlungen sind Waschen und Putzen, Zählen, Nachprüfen, Erbitten oder Fordern von Versicherungen, Wiederholen von Handlungen sowie Ordnen.

 

 

Links

 

Zwangsstörung (Dr. Morschitzky)

 

Homepage der Deutschen Gesellschaft für Zwangserkrankungen (DGZ)

 

Homepage der Schweizerischen Gesellschaft für Zwangsstörungen (SZG)