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Manische und Hypomane Episoden

 

  • Gab es bei Ihnen schon jemals eine Zeit, in der Sie sich so überschwänglich, aufgedreht und voller Energie fühlten, dass dies für Sie zu Problemen führte oder andere Leute dachten, dass Sie sich außergewöhnlich benehmen würden?

  • Gab es bei Ihnen schon jemals eine Zeit, in der Sie sich andauernd,  mehrere Tage lang, so reizbar fühlten, dass Sie in verbale oder körperliche Auseinandersetzungen gerieten oder fremde Personen anschrieen?

 

Während solcher Zeiten, als Sie sich “überschwänglich”, voller Energie oder reizbar fühlten:

 

  • Hatten Sie das Gefühl, Dinge tun zu können, zu denen andere nicht fähig sind, oder eine besonders wichtige Person zu sein?

  • Brauchten Sie da weniger Schlaf (fühlten Sie sich z.B. nach nur wenigen Stunden Schlaf ausgeruht)?

  • Redeten Sie ununterbrochen oder so schnell, dass andere Schwierigkeiten hatten, Sie zu verstehen?

  • Hatten Sie das Gefühl, dass Ihnen die Gedanken durch den Kopf rasten?

  • Waren Sie so zerstreut, dass Sie bereits durch eine kleine Unterbrechung den Faden verloren?

  • Waren Sie derart aktiv oder ständig körperlich in Bewegung, dass sich andere Ihretwegen Sorgen machten?

  • Erschienen Ihnen bestimmte Aktivitäten derart angenehm und reizvoll, dass Sie die Risiken und Schwierigkeiten, die Ihnen daraus erwachsen würden, nicht beachteten (z.B. unüberlegte Einkäufe, rücksichtsloses Fahren oder leichtsinnige sexuelle Aktivitäten) ?

  • Haben diese Probleme mindestens eine Woche lang angedauert und waren sie Anlass für Schwierigkeiten zu Hause, bei der Arbeit oder in der Schule oder waren Sie wegen solcher Probleme stationär im Krankenhaus?

 

Die oben genannten Symptome sind typische Symptome einer manischen bzw. einer hypomanen Episode. In einem Gespräch mit einem Psychotherapeuten oder Arzt kann geklärt werden, ob eine behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt.

 

Depressive Episoden

 

  • Fühlten Sie sich fast jeden Tag und fast während des ganzen Tages traurig, niedergeschlagen oder deprimiert?

  • Hatten Sie fast ständig das Gefühl, zu nichts mehr Lust zu haben und das Interesse und die Freude an Dingen verloren zu haben, die Ihnen gewöhnlich Freude machten?

  • Hat Ihr Appetit ab- oder zugenommen und war das an fast jedem Tag der Fall? Oder haben Sie unbeabsichtigt erheblich an Gewicht zu- oder abgenommen?

  • Hatten Sie fast jede Nacht Schlafprobleme (Einschlafprobleme, nächtliches oder frühmorgendliches Erwachen, übermäßiges Schlafen)?

  • Hatten Sie beinahe täglich langsamer gesprochen oder sich langsamer bewegt als gewöhnlich, oder waren Sie im Gegenteil unruhig und konnten nicht stillsitzen?

  • Fühlten Sie sich beinahe täglich müde oder energielos?

  • Fühlten Sie sich beinahe täglich wertlos oder schuldig?

  • Hatten Sie beinahe täglich Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren oder Entscheidungen zu treffen?

  • Hatten Sie wiederholt daran gedacht, sich etwas anzutun, Selbstmord zu begehen oder haben Sie sich gewünscht, tot zu sein?

 

Die oben genannten Symptome sind typische Symptome einer depressiven Episode. In einem Gespräch mit einem Psychotherapeuten oder Arzt kann geklärt werden, ob eine behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt.

 

 

Bipolare affektive Störung

 

Hierbei handelt es sich um eine Störung, die durch wenigstens zwei Episoden charakterisiert ist, in denen Stimmung und Aktivitätsniveau des Betroffenen deutlich gestört sind. Diese Störung besteht einmal in gehobener Stimmung, vermehrtem Antrieb und Aktivität (Hypomanie oder Manie), dann wieder in einer Stimmungssenkung und vermindertem Antrieb und Aktivität (Depression). Wiederholte hypomanische oder manische Episoden sind ebenfalls als bipolar zu klassifizieren.

 

 

Medikamentöse Behandlung und Psychotherapie

 

Bei bipolaren affektiven Störungen wird eine medikamentöse Behandlung ärztlicherseits fast immer für notwendig erachtet. Alle Medikamente zur Behandlung von bipolaren affektiven Störungen sind verschreibungspflichtig.

Eine Kombination von kognitiver Verhaltenstherapie und medikamentöser Therapie ist meistens besonders wirksam. Auch nach Abklingen der akuten depressiven oder manischen Symptomatik ist eine Fortsetzung der medikamentösen Behandlung zur Rückfallverhütung notwendig.

 

 

Links

 

Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. (DGBS)